In Deutschland werden rund 400 Jugendmigrationsdienste (JMD) vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Jugendmigrationsdienste unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren bei ihrer sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Integration.
In 2007 haben 590 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JMD insgesamt 65.000 Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund begleitet und beraten. Ergänzend wurden insgesamt ca. 4000 Vorträge, Informationsveranstaltungen und Interkulturelle Trainings angeboten, um Behörden und Einrichtungen für das Thema Jugendintegration zu sensibilisieren, Veränderungsprozesse der Aufnahmegesellschaft zu initiieren und den "Interkulturellen Dialog" zu fördern.
Die Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte der Jugendmigrationsdienste sind:
Individuelle Integrationsförderung:
- Sozialpädagogische Begleitung vor, während und nach dem Integrationskurs
- Individuelle Integrationsplanung
- Beratung bei integrationsbedingten Problemen und Krisensituationen
- Vermittlung an andere Dienste und Einrichtungen
- Gruppenangebote (u.a. Orientierungshilfen im Bildungs- und Ausbildungssystem, ergänzendes Sprach- und Kommunikationstraining, Mädchen- und Jungenkurse, Elternarbeit)
Netzwerk- und Sozialraumarbeit:
- Mitarbeit bei der Weiterentwicklung örtlicher Netzwerke
- Entwicklung und Begleitung weiterer Integrationsangebote
- Förderung von ehrenamtlicher Arbeit und Freiwilligendiensten
Begleitung der interkulturellen Öffnung von Diensten und Einrichtungen:
- Informations- und Bildungsveranstaltungen
- Interkulturelle Trainings
- Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit
- Förderung des "Interkulturellen Dialoges"
Träger der Jugendmigrationsdienste sind die Arbeiterwohlfahrt, die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit, die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit, der Internationale Bund, das Deutsche Rote Kreuz, der Paritätische Gesamtverband und ihre jeweiligen Mitgliedsorganisationen.