Bereich net.werker Bereich Experten Bereich Presse Bereich Einsteiger Bereich Experten
Logo der Stiftung Digitale Chancen
Über die Stiftung
Service für Experten
Schriftgrad ändern  
Schriftgrad 1Schriftgrad 2Schriftgrad 3
   Start    Suche News    Termine  Forum    Newsletter    Broschüren    Kontakt


Internationale Aspekte / Nachhaltigkeit > Artikel
Zugangsorte finden:
:   

  ::  detailliert suchen
  ::  Zugangsort melden

Die Freiheit nehm' ich mir - Internet Governance Forum 2011, der zweite Tag

Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: eigener Bericht vom 28.09.11

28. September 2011 in Nairobi, in mehr als 40 Sessions, Workshops und Foren soll am zweiten Tag des IGF 2011 die Frage nach dem Potenzial des Internet für Zugang, wirtschaftliche Entwicklung, Innovation und Freiheiten beantwortet werden.

Warum der Begriff Freiheit im Veranstaltungstitel im Plural steht, spiegelt sich in den behandelten Themen wider. Die Freiheit der Meinungsäußerung steht im Workshop "Freedom of Expression on the Net: Current Threats to the Internet's Architecture That Undermine Citizens' Rights and the Free Flow of Information" im Mittelpunkt, hier geht es auch um die uneingeschränkte und freie Verbreitung von Informationen. Ein anderer Workshop befasst sich mit der Rolle von Bibliotheken für die Freiheit und der Frage, ob Politiker etwas davon verstehen, welche Rolle das Internet dabei spielen kann. Die Freiheit des Zugangs für Menschen mit Behinderungen wurde in verschiedenen Workshops ebenso thematisiert wie die Freiheit der Verwendung von Muttersprachen. Und unter dem Titel 'Global Principles for the Stability and Resilience of the Internet' ging es auch um die Frage, ob und inwieweit Einschränkungen des freien Zugangs zu bestimmten Inhalten die Stabilität und Belastbarkeit des Netzes gefährden könnten.

Unter dem Stichwort Digital Citizenship vertieften die Vertreterinnen und Vertreter der Rechte von Kindern und Jugendlichen die Debatte. Digitale Bürgerrechte und deren Wahrnehmung umfassen für Kinder und Jugendliche die ihnen zustehenden Freiheitsrechte. Dazu gehören auch das Brief- und Fernmeldegeheimnis und der Schutz der Privatsphäre. Wie bereits beim UdL Digital Roundtable zum Thema Kinderrechte und Elternpflichten in der digitalen Gesellschaft am 24. März 2011 offenbart die Diskussion den offenkundigen Interessenskonflikt zwischen der Wahrnehmung der Verantwortung durch die Eltern und der Wahrung der Rechte von Kindern und Jugendlichen. John Carr, unabhängiger Jugendmedienschutzexperte und Berater der britischen Regierung, verwies in diesem Zusammenhang auf den Aspekt der Altersangemessenheit. Eltern und andere Erziehungsverantwortliche dürfen die Rechte der Kinder nicht beschneiden, aber sie müssen lernen zu verstehen, was Kinder im Internet tun und was die Nutzung von Sozialen Netzwerken für sie bedeutet. Nur dann können sie eine fundierte und angemessene Entscheidung treffen, wie weit die Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit der ihnen anvertrauten jungen Menschen in der Online-Welt gehen kann.

Fazit des zweiten Tages: Viele Freiheiten stehen auf der Tagesordnung des IGF, und einige davon mehr, andere weniger auf dem Spiel.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.intgovforum.org/cms

Im Angebot der SDC seit 28.09.11 (jcr)

Internet Governance Forum 2011


Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Bürgerrechte, Informationsfreiheit, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Internetregulierung




 Nach oben

Copyright 2012, SDC.